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Die Bedeutung von Nähe und Distanz in der Pflege

Pflegende Angehörige stehen vor einer einzigartigen Herausforderung: Sie müssen nicht nur die physischen Bedürfnisse ihrer geliebten Menschen erfüllen, sondern auch eine emotionale Bindung aufrechterhalten. Diese Doppelrolle kann sowohl erfüllend als auch herausfordernd sein, da sie oft eine feine Balance erfordert. In diesem Beitrag werden wir die Bedeutung von Nähe und Distanz in der Pflege vertiefen und hilfreiche Tipps geben, wie pflegende Angehörige diese Balance meistern können.

Inhaltsverzeichnis

Warum ist Nähe wichtig in der Pflege?

Emotionale Nähe spielt eine entscheidende Rolle in der Pflege von Angehörigen. Sie fördert das allgemeine Wohlbefinden der pflegebedürftigen Person und stärkt das bereits vorhandene Vertrauen. Die enge Beziehung zwischen Pflegenden und der pflegebedürftigen Person kann dazu beitragen, dass sich die pflegebedürftige Person in guten Händen fühlt und Trost und Geborgenheit erfährt. Dies schafft eine Atmosphäre des Wohlbefindens und des Zusammenhalts, die für pflegende Angehörige und ihre Lieben von unschätzbarem Wert ist.

Tochter umarmt ihre lächelnde Mutter

Die Herausforderungen der Nähe in der Pflege

Trotz der offensichtlichen Vorteile kann zu viel Nähe auch Herausforderungen mit sich bringen. Pflegende Angehörige könnten sich überfordert fühlen und emotional ausgelaugt sein. Sie neigen dazu, ihre eigenen Bedürfnisse zu vernachlässigen, während sie sich voll und ganz auf die Bedürfnisse der pflegebedürftigen Person konzentrieren. Diese Überlastung kann ihre eigene psychische und physische Gesundheit gefährden.

Bedeutung der Distanz in der Pflege

Distanz in der Pflege bedeutet nicht, dass man sich von der pflegebedürftigen Person entfremdet. Es geht vielmehr darum, Raum für Selbstfürsorge und Erholung zu schaffen. Die Fähigkeit, Distanz zu wahren, ermöglicht es Pflegenden, sich Pausen zu gönnen, sich zu erholen und auf ihre eigenen körperlichen und emotionalen Bedürfnisse zu achten. Dies trägt nicht nur zur eigenen Gesundheit bei, sondern hilft auch dabei, die Qualität der Pflege aufrechtzuerhalten.

Die richtige Balance finden: Tipps für Pflegende Angehörige

Kommunikation als Schlüssel

Eine offene und ehrliche Kommunikation innerhalb der Familie ist der Schlüssel zur richtigen Balance. Das bedeutet, miteinander zu sprechen, ohne Angst vor Urteilen oder Missverständnissen. Wenn Sie sich gestresst oder überfordert fühlst, teilen Sie Ihre Gefühle und Bedenken mit Ihren Familienmitgliedern. Gemeinsam können Sie Lösungen finden, die für alle akzeptabel sind.

Pflegeplanung und -aufgaben aufteilen

Grundsätzlich sollte die Pflege in der Familie gemeinsam geplant und die Aufgaben aufgeteilt werden. Jedes Familienmitglied kann einen Beitrag leisten, um die Belastung gerecht zu verteilen und die Verantwortlichkeiten zu teilen.

Unterstützung annehmen

Niemand sollte die Pflege alleine tragen müssen. Es ist absolut okay, Hilfe von anderen Familienmitgliedern oder auch professionellen Diensten anzunehmen. Natürlich kann es unglaublich schwer sein, Verantwortung abzugeben, besonders wenn es um einen geliebten Menschen geht. Doch denken Sie daran, dass es ein Zeichen von Stärke ist, Unterstützung zu suchen, wenn Sie sie benötigst. Gemeinsam können die Verantwortlichkeiten aufgeteilt werden. So wird sichergestellt, dass die Pflege für alle machbar ist.

Grenzen setzen und respektieren

Jeder von uns hat physische und emotionale Grenzen, und es ist von entscheidender Bedeutung, diese zu respektieren. Der Körper sendet Warnsignale wie anhaltende Erschöpfung oder körperliche Beschwerden, um Sie darauf aufmerksam zu machen, dass es an der Zeit ist, auf sich selbst zu achten. Ignorieren dieser Signale kann zu Überlastung führen und die Fähigkeit, für Ihre Angehörigen zu sorgen, beeinträchtigen. Daher ist es entscheidend, auf diese Warnzeichen zu hören und rechtzeitig Maßnahmen zur Selbstfürsorge zu ergreifen.

Genauso wichtig sind aber auch die emotionalen Grenzen. Wenn Sie sich ständig gestresst, ängstlich oder überfordert fühlst, sind das möglicherweise Anzeichen dafür, dass Sie Ihre eigenen emotionalen Grenzen überschreiten. Dies könnte aufgrund von Schuldgefühlen oder dem Drang, immer für Ihre Lieben da zu sein, geschehen. Es ist jedoch wichtig zu verstehen, dass es in Ordnung und auch wichtig ist, auch für sich selbst zu sorgen.

Das Setzen von klaren Grenzen bedeutet nicht, dass Sie Ihre Verantwortung für die Pflege aufgeben, sondern vielmehr, dass Sie sich selbst schützen, um langfristig in der Lage zu sein, die beste Pflege zu bieten. Indem Sie auf Ihre eigenen Grenzen achten, helfen Sie nicht nur sich selbst, sondern auch denjenigen, die Sie pflegen, da Sie so in einer besseren Verfassung sind, um für sie da zu sein.

Zeit für sich selbst einplanen

Pflegende Angehörige neigen dazu, sich voll und ganz auf die Pflege ihrer Lieben zu konzentrieren, aber es ist genauso wichtig, Zeit für sich selbst einzuplanen. Stellen Sie sicher, dass Sie Momente für Ihre eigenen Interessen und Aktivitäten reservierst. Ob es ein Abendessen mit Freundinnen und Freunden, ein Spaziergang in der Natur oder das Lesen eines Buches ist, diese Auszeiten helfen Ihnen, Ihre Batterien aufzuladen.

Seniorin sitzt mit einem warmen Getränk im Bett und liest etwas

Unterstützung und Ressourcen für pflegende Angehörige

Pflegende Angehörige müssen nicht alleine sein, wenn es darum geht ihre Pflegeaufgaben zu bewältigen. Es gibt eine Vielzahl von Ressourcen und Unterstützungsmöglichkeiten, die ihnen zur Verfügung stehen, um ihre Pflegebelastung zu verringern und ihnen zu helfen, besser für sich selbst und ihre Lieben zu sorgen.

Kurzzeitpflege und Verhinderungspflege

Kurzzeitpflege ist eine Form der vorübergehenden Pflege, bei der Pflegebedürftige für einen begrenzten Zeitraum in einer Einrichtung betreut werden, um pflegende Angehörige zu entlasten. Das kann eine hervorragende Option sein, wenn Sie dringend eine Pause benötigst oder Ihre eigenen Angelegenheiten erledigen müssen. Während dieser Zeit wird Ihr geliebter Mensch professionell betreut.

Die Verhinderungspflege ermöglicht es, dass Pflegebedürftige zu Hause bleiben, während pflegende Angehörige eine Auszeit nehmen. Ein professionelle Pflege- oder Betreuungskraft übernimmt die Pflegeaufgaben während dieser Zeit. Die Verhinderungspflege kann eine gute Möglichkeit sein, die Pflegeverantwortung aufzuteilen. Wenn Sie mehr über die Verhinderungspflege, die Voraussetzungen und Leistungen erfahren möchtest, schauen Sie gerne bei unserem passenden Magazinbeitrag dazu vorbei.

Unterstützungsgruppen

In vielen Gemeinden gibt es Pflege- und Selbsthilfegruppen, in denen sich pflegende Angehörige treffen, um Erfahrungen auszutauschen, Unterstützung zu finden und voneinander zu lernen. Der Austausch von Geschichten und Ratschlägen mit Menschen, die ähnliche Herausforderungen bewältigen, kann sehr hilfreich sein.

Professionelle Pflege- und Betreuungsdienste

Es gibt professionelle Pflegeunternehmen, die vielfältige Dienstleistungen anbieten, um pflegende Angehörige zu entlasten. Das kann die regelmäßige Pflegeunterstützung zu Hause, Medikamentenverabreichung, Mobilitätshilfe und vieles mehr umfassen. Die professionellen Pflegekräfte ermöglichen es pflegenden Angehörigen, dringend benötigte Pausen zu nehmen und gleichzeitig qualitativ hochwertige Pflege sicherzustellen.

Internetportale

Das Internet bietet Zugang zu einer Fülle von Informationen und Ressourcen für pflegende Angehörige. Viele Organisationen und Websites bieten Leitfäden, Artikel und Tools, die bei der Bewältigung der Pflegeaufgaben und der Suche nach Unterstützung helfen können.

Es ist wichtig zu verstehen, dass es keine Schande ist, diese Ressourcen und Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Sie sind genau dafür da da, pflegende Angehörige zu entlasten und ihnen dabei zu helfen, für ihre eigenen Bedürfnisse und die ihrer Angehörigen zu sorgen. Pflege kann eine anspruchsvolle Aufgabe sein, aber mit der richtigen Unterstützung wird sie leichter zu bewältigen.

Ältere Frau sitzt am Laptop und arbeitet konzentriert

Hausnotruf-Systeme mit Benachrichtigungs-App

Moderne Notruf-Systeme bieten eine zusätzliche Sicherheit, indem sie die Möglichkeit bieten, Pflegebedürftige im Blick zu behalten, auch wenn die Pflegende nicht ständig anwesend sein können. So kann das System mit einer Benachrichtigungs-App verbunden werden, die es Pflegenden ermöglicht, im Notfall benachrichtigt zu werden und sofort Maßnahmen zu ergreifen. Dies kann nicht nur für das Wohlbefinden der Pflegebedürftigen, sondern auch für die Entlastung der Pflegenden von unschätzbarem Wert sein.

Eine ausgewogene Beziehung zwischen Nähe und Distanz in der Pflege ist entscheidend für das Wohlbefinden sowohl der Pflegenden als auch der Pflegebedürftigen. Es ist wichtig zu verstehen, dass die eigene Gesundheit und Selbstfürsorge genauso wichtig sind wie die Pflege anderer. Die Pflege kann eine herausfordernde Aufgabe sein, aber sie kann auch eine lohnende und bereichernde Erfahrung sein, wenn sie mit Selbstfürsorge und Unterstützung angegangen wird.

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