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26.10.22

Plötzlich Rentner - Was nun?

Der Renteneintritt ist ein Zeitpunkt, den viele Menschen herbeisehnen. Doch ist er plötzlich da, steht man vielleicht doch vor der Frage: Was mache ich nun mit der neu gewonnenen Zeit? Schließlich erfreuen sich viele Rentnerinnen und Rentner noch bester Gesundheit, sodass der plötzliche Wechsel von einer 40-Stunden-Arbeitswoche zum Ruhestand definitiv eine Umgewöhnung bedeutet. Damit du nicht in Langeweile verfällst, findest du in diesem Beitrag etwas Inspiration, wie dir der Übergang gut gelingt und wie du deine Rente kreativ und sinnstiftend gestalten kannst. 

So bereitest du dich auf den Ruhestand vor 

Mit dem Verlust des Jobs geht auch der Verlust eines wichtigen Lebensinhalts einher. Routinen fehlen und der Alltag muss komplett neugestaltet werden. Manchen frisch gebackenen Rentnerinnen und Rentnern fällt das schwer. Dafür gibt es sogar einen Fachbegriff. Das „Empty-Desk-Syndrom“ beschreibt die Leere, die einige Menschen erfahren, wenn sie ihren Job aufgeben. Das betrifft vor allem Menschen, die sehr in ihrem Beruf aufgehen, sich mit diesem stark identifizieren und aus ihrer Arbeit Anerkennung und Erfüllung ziehen.  

Seniorin mit Laptop

Um nicht in ein tiefes Loch zu fallen, ist es wichtig zu wissen, was auf einen zukommt. Sprich am besten also schon vor dem Renteneintritt mit Familienmitgliedern, Freundinnen und Freunden darüber, wie du die Zeit nach dem Berufsleben gestalten möchtest. Vielleicht haben Bekannte, die bereits in Rente sind, auch Tipps und Ideen für dich. 

Um den Übergang möglichst langsam zu gestalten kann es außerdem helfen zunächst die Arbeitsstunden schrittweise zu reduzieren.  

Was fehlt dir? 

Du solltest dir außerdem überlegen, was genau dir an deinem Job am meisten fehlt oder fehlen würde. Ist es die Verantwortung, das Gefühl etwas zu erreichen, der Status oder sind es die sozialen Kontakte? 

Das, was dir fehlt, kannst du durch eine andere Aufgabe ersetzen. Du möchtest weiterhin Verantwortung übernehmen? Dann kannst du dich in einer leitenden Position in einem Verein, einer Stiftung oder einer anderen Organisation engagieren. Auch wenn du weiterhin einer sinnhaften Tätigkeit nachgehen möchtest, könnte die Übernahme eines Ehrenamtes etwas für dich sein.  

Wenn du den Kontakt mit deinem Job nicht verlieren möchtest, gibt es vielleicht die Möglichkeit als Berater oder Beraterin aktiv zu bleiben. Das kannst du mit deinem Arbeitgeber abklären. Manchmal werden Ruheständler und -ständlerinnen auch in die Ausbildung neuer Mitarbeitenden einbezogen. 

Seniorin Freundinnen trinken Tee

Aus Arbeitskolleginnen und Kollegen werden nicht selten Freundinnen und Freunde. Wenn du besorgt bist den Kontakt zu diesen zu verlieren, sobald du in den Ruhestand gehst, solltest du dies ansprechen. Bestimmt lassen sich auch außerhalb der Arbeitszeit regelmäßige Treffen organisieren. 

Soziale Kontakte lassen sich grundsätzlich auch gut über Seniorenclubs, Vereine, Sportgruppen oder Nachbarschaftshilfen knüpfen.  

Gib deinem Alltag Struktur 

Ganz gleich, ob du die neu gewonnene Freizeit im Ruhestand für eine große Aufgabe nutzen möchtest oder nicht: Es ist wichtig, dass du deinem Alltag wieder Struktur verleihst. Dabei kann es helfen, wenn du dir einen Tagesplan erstellst. Freue dich über die viele Zeit, die dir nun zur Verfügung steht. Nun kannst du all die Dinge machen, die im Alltag normalerweise untergehen. Um sich im neuen Alltag zurecht zu finden, kann es außerdem helfen Routinen zu integrieren.  So kann schon der nachmittägliche Spaziergang deinem Tag Struktur geben.  

Anregungen für deinen Ruhestand 

Bist du noch unsicher, wie du deine neu gewonnene Freizeit nutzen möchtest? Es gibt unendlich viele Möglichkeiten. Hier findest du ein paar Anregungen: 

Studieren für Senioren

Studieren im Rentenalter? Warum nicht? Viele Hochschulen in Deutschland bieten ein sogenanntes „Seniorenstudium“ an. Damit wird kein spezieller Studiengang bezeichnet. Es umfasst vielmehr mehrere Studienprogramme. Im Gegensatz zu einem klassischen Studium schließt das Seniorenstudium nicht mit einem akademischen Abschluss ab. Es geht vor allem um die Erweiterung des wissenschaftlichen Horizontes. Außerdem gibt ein Studium dem Alltag Struktur und man bleibt geistig fit. Zusätzlich trifft man auf diesem Weg auf viele Menschen, die gleiche Interessen haben.   

In fast allen Bundesländern ist die Teilnahme an dem Seniorenstudium nicht an einen bestimmten Schulabschluss gekoppelt. So kann sich jeder Interessierte für die jeweiligen Lehrveranstaltungen einschreiben. Nur in Bayern ist das Vorweisen einer Hochschulzugangsberechtigung erforderlich. 

Sportliche Betätigung

Sich sportlich fit zu halten ist keine Frage des Alters. Regelmäßige Bewegung hat einen großen positiven Effekt auf die Gesundheit – die physische, aber auch die psychische. Vor allem die Stärkung des Herz-Kreislauf-Systems ist ein wichtiger Faktor. 

Seniorin macht Yoga

Wichtig ist, dass du die richtige Sportart für dich findest. Sei es Joggen, Schwimmen oder Radfahren. Wenn du eine Sportart gefunden hast, die dir Freude bereitet, fällt es viel leichter dranzubleiben. Vielleicht gibt es auch eine Senioren-Sportgruppe in deiner Nähe, bei der du dich anmelden möchtest? So kannst du zusätzlich noch soziale Kontakte knüpfen. 

In diesem Beitrag erfährst du, warum es sich lohnt sportliche Ziele routiniert in den Alltag einzubauen.

Ehrenamtliche Arbeit

Viele Seniorinnen und Senioren finden ihre Erfüllung in der Ausführung eines Ehrenamtes. Auch hier gibt es unendlich viele Möglichkeiten, sodass du je nach Interesse entscheiden kannst, was zu dir passt. Erkundige dich doch mal in deiner Stadt, wo du unterstützend tätig werden könntest. Im Internet gibt es zahlreiche Seiten, die dir bei der Suche helfen können. Sei es die Arbeit mit Geflüchteten, die Jugendhilfe, ein Ehrenamt im Verein oder im Tierschutz. Du findest bestimmt etwas Passendes für dich. 

Nebenjob 

Wenn du nicht auf die Arbeit verzichten möchtest, kannst du dich auch für einen Nebenjob entscheiden. Auch hier gibt es zahlreiche Angebote. Hierfür eignen sich vor allem die sogenannten Minijobs. Hier liegt die Grenze bei 520 Euro im Monat. Damit überschreitest du auch nicht die 6.300 Euro im Jahr, die du bis zum Erreichen deiner Regelaltersgrenze maximal dazuverdienen darfst, ohne dass sich die Rente verringert. 

Achte aber darauf, dass du dich nicht übernimmst. Denk dran: Es heißt nicht umsonst Ruhestand. Gönn dir auch Auszeiten!  

Reisen 

Bestimmt hast auch du ein Reiseziel im Kopf, welches du schon immer besuchen wolltest. Jetzt ist genau die richtige Zeit dafür deine Träume umzusetzen. Es gibt auch spezielle Reiseanbieter für Senioren. So musst du dich um nichts kümmern und kannst ganz entspannt deinen Urlaub genießen. 

Oma mit Enkelin

Familie und Freunde 

Nimm dir, jetzt wo du sie hast, Zeit für die Menschen, die dir wichtig sind. Besonders schön ist es regelmäßige Treffen zu organisieren. Dadurch bekommst du auch mehr Struktur in deinen Alltag. Montags kommen die Enkel zum Mittagessen vorbei, mittwochs geht es zum Kartenspielen und sonntags gibt es Kaffee und Kuchen mit den Freundinnen und Freunden. So hast du immer etwas, worauf du dich freuen kannst. 

Wahrscheinlich kannst du dich darauf einstellen, dass es eine Weile dauern wird, bis du dich an deinen neuen Alltag gewöhnt hast. Das ist vollkommen in Ordnung und ganz normal. Frag dich zwischendurch immer mal wieder, ob du dich wohlfühlst oder ob es noch Anpassungsbedarf gibt, was deine Tagesgestaltung angeht. Vielleicht musst du dich am Anfang etwas ausprobieren, bis eine gute Balance herrscht und du den wohlverdienten Ruhestand genießen kannst. 

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