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04.03.24

Gicht: Die richtige Ernährung

Gicht, auch als Gichtarthritis bekannt, ist eine schmerzhafte Erkrankung, die durch eine Anhäufung von Harnsäurekristallen in den Gelenken verursacht wird. Diese Kristalle können zu Entzündungen, Schwellungen und extremen Schmerzen führen, vor allem in den Zehen, Knien, Handgelenken und Fingern. Während genetische Veranlagung eine Rolle spielt, können eine falsche Ernährung und Lebensstilfaktoren das Risiko von Gichtschüben erhöhen. In diesem Beitrag werden nicht nur die empfohlenen Ernährungsrichtlinien besprochen, sondern auch Lebensstiländerungen aufgeführt, die dazu beitragen können, Gichtsymptome besser zu kontrollieren und Schüben vorzubeugen.

Inhaltsverzeichnis

Ursachen von Gicht

Gicht kann durch verschiedene Faktoren verursacht werden.

  1. Hoher Harnsäurespiegel: Gicht entsteht, wenn der Harnsäurespiegel im Blut zu hoch ist. Harnsäure bildet sich dann, wenn der Körper Purine abbaut, die in Lebensmitteln wie Innereien, bestimmten Fischsorten und Fleisch enthalten sind.
  2. Genetische Veranlagung: Einige Menschen haben möglicherweise eine genetische Veranlagung für einen erhöhten Harnsäurespiegel, was das Risiko für Gicht erhöht.
  3. Lebensstilfaktoren: Alkoholkonsum, insbesondere von Bier, sowie Übergewicht, ungesunde Ernährung und bestimmte Medikamente können das Gichtrisiko erhöhen.
Seniorin sitzt auf dem Sofa und hält sich das schmerzende Knie

Symptome von Gicht

Gicht ist eine schmerzhafte Erkrankung, die sich durch eine Reihe charakteristischer Symptome äußert. Die Symptome von Gicht können plötzlich auftreten und das tägliche Leben stark beeinträchtigen.

Schmerzhafte Gelenkentzündung

Das Hauptsymptom von Gicht ist eine akute Gelenkentzündung, die oft plötzlich und intensiv auftritt. Die betroffenen Gelenke, insbesondere in den Zehen, können extrem schmerzhaft sein und selbst das Gehen erschweren.

Schwellung und Rötung

Die Gelenke, die von Gicht betroffen sind, zeigen oft Schwellung und Rötung. Die Schwellung kann das Gelenk vergrößern und es warm und berührungsempfindlich machen.

Eingeschränkte Beweglichkeit

Aufgrund der starken Entzündung kann die Beweglichkeit der betroffenen Gelenke stark eingeschränkt sein. Dies kann einfache tägliche Aktivitäten wie das Greifen von Gegenständen oder das Anziehen von Schuhen erschweren.

Natürlich können die Symptome von Gicht variieren und nicht alle Betroffenen erleben alle Symptome. Einige Menschen haben möglicherweise mildere Symptome, während andere schwerwiegendere Anfälle erleiden können.

Ernährung bei Gicht

Eine geeignete Ernährung spielt eine entscheidende Rolle bei der Bewältigung von Gicht und kann dazu beitragen, Gichtschübe zu reduzieren und die Symptome zu lindern. Durch die Auswahl der richtigen Lebensmittel können Sie dazu beitragen, die Harnsäure im Körper zu kontrollieren und Entzündungen zu reduzieren und somit auch die Gesundheit der Gelenke langfristig zu unterstützen.

Senioren Freunde sitzen zusammen beim Essen

Purinarme Lebensmittel

Purine sind organische Verbindungen, die in verschiedenen Lebensmitteln vorkommen. Sie spielen eine wichtige Rolle im Stoffwechsel des Körpers, da sie unter anderem Bestandteile der DNA und RNA sind. Purine werden von Menschen mit Neigung zu Gicht schlechter vertragen, da ihr Abbau im Körper zu einem Anstieg des Harnsäurespiegels führen kann.

Fleisch- und Fischerzeugnisse sind bekannt für ihren hohen Puringehalt. Dazu gehören Innereien, bestimmte Fischsorten wie Sardinen und Makrelen sowie Fleischbrühe und Fleischextrakte. Auch einige pflanzliche Lebensmittel wie Spargel, Pilze und insbesondere Hülsenfrüchte gelten als verhältnismäßig purinreich.

Um den Harnsäurespiegel im Körper zu senken, ist es ratsam, den Konsum von purinreichen Lebensmitteln zu reduzieren. Dadurch können Menschen mit Gicht dazu beitragen, ihren Harnsäurespiegel zu kontrollieren und das Risiko von Gichtschüben zu verringern.

Fruchtzucker reduzieren

Obwohl Früchte gesunde Bestandteile einer ausgewogenen Ernährung sind, enthalten sie auch Fruchtzucker (Fruktose). Dieser kann die Harnsäureausscheidung im Körper behindern und somit das Risiko von Gichtanfällen erhöhen. Es kann daher sinnvoll sein, stark fruktosehaltige Früchte wie Trauben, Kirschen und Ananas in Maßen zu konsumieren und sich stattdessen auf fruktoseärmere Optionen wie Beeren, Äpfel und Zitrusfrüchte zu konzentrieren. Durch diese Anpassung kann der Fruchtzuckerkonsum kontrolliert werden, um potenzielle Auslöser für Gichtschübe zu reduzieren.

Ausreichende Flüssigkeitszufuhr

Neben einer ausgewogenen Ernährung ist auch eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr entscheidend für die Vorbeugung von Gichtanfällen. Wasser hilft dabei, die Harnsäure im Körper zu verdünnen und deren Ausscheidung über die Nieren zu fördern. Eine gute Flüssigkeitszufuhr kann auch dazu beitragen, die Bildung von Harnsäurekristallen zu verhindern, die Gichtanfälle auslösen können. Es wird empfohlen, täglich mindestens 2-3 Liter Wasser zu trinken, vorzugsweise verteilt über den Tag. Zusätzlich zu Wasser können auch ungesüßte Kräutertees oder verdünnte Fruchtsäfte Teil der Flüssigkeitsaufnahme sein. Indem Sie auf ausreichende Hydratation achten, können Sie die Gesundheit Ihrer Nieren unterstützen und das Risiko von Gichtschüben verringern.

Wenn Sie mehr über gesunde Ernährung lernen möchten, schauen Sie gerne in unserem Magazinbeitrag vorbei: Gesunde Ernährung für Senioren - easierLife

Lebensstiländerungen bei Gicht

Eine wirksame Bewältigung von Gicht erfordert nicht nur eine angepasste Ernährung, sondern auch bedeutende Lebensstiländerungen. Diese können dazu beitragen, Gichtschübe zu reduzieren und die Lebensqualität zu verbessern.

Gewichtsmanagement

Übergewicht ist ein wesentlicher Risikofaktor für die Entwicklung von Gicht. Ein gesundes Gewicht zu erreichen und zu halten ist daher besonders wichtig. Dies kann durch eine ausgewogene Ernährung, die reich an Obst, Gemüse, Vollkornprodukten und mageren Proteinen ist, sowie durch regelmäßige körperliche Aktivität erreicht werden. Eine Gewichtsabnahme kann dazu beitragen, den Harnsäurespiegel im Körper zu senken und das Risiko von Gichtanfällen zu verringern.

Alkoholreduktion

Alkoholkonsum, insbesondere von Bier, kann das Risiko von Gichtanfällen erhöhen, da Alkohol den Harnsäurespiegel im Körper erhöhen kann. Daher ist es wichtig, den Alkoholkonsum zu reduzieren oder ganz zu vermeiden, um das Gichtrisiko zu minimieren. Zusätzlich kann ein Verzicht auf Alkohol auch allgemein förderlich für die Gesundheit sein, da er mit verschiedenen gesundheitlichen Risiken verbunden ist, darunter Leberschäden, erhöhter Blutdruck und ein erhöhtes Risiko für Herzkrankheiten. Indem man den Alkoholkonsum reduziert oder aufgibt, kann man nicht nur das Risiko von Gichtanfällen verringern, sondern auch die allgemeine Gesundheit verbessern.

Regelmäßige Bewegung

Eine regelmäßige körperliche Aktivität kann eine wichtige Rolle bei der Bewältigung von Gicht spielen. Moderate Bewegung kann nicht nur beim Gewichtsmanagement helfen, sondern auch die Gelenkfunktion verbessern und die Entzündungen im Körper reduzieren. Dabei können Aktivitäten wie Spaziergänge, Schwimmen, Radfahren oder Yoga hilfreich sein. Es ist wichtig, eine Aktivität zu wählen, die Ihnen Freude bereitet und die Sie regelmäßig ausüben können, um langfristig von den gesundheitlichen Vorteilen zu profitieren.

Seniorin beim Sport macht Yoga

Gicht ist eine ernste Erkrankung, die durch eine sorgfältige Ernährung und Lebensstiländerungen effektiv bewältigt werden kann. Die richtige Ernährung, gepaart mit einem gesunden Lebensstil, kann dazu beitragen, Gichtsymptome zu lindern, Schübe zu verhindern und die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern. Es ist jedoch ratsam, immer mit einem Gesundheitsdienstleister zu konsultieren, um eine maßgeschneiderte Behandlungsstrategie zu entwickeln.

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