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Plötzlich Pflegefall - Was nun?

Das Leben hält oft unvorhergesehene Wendungen bereit. Ein einziger Moment kann alles verändern und uns vor neue Herausforderungen stellen. Ein solcher Moment tritt zum Beispiel ein, wenn ein plötzlicher Unfall oder eine Erkrankung dazu führt, dass eine geliebte Person auf Pflege angewiesen ist. Unvermittelt tauchen zahlreiche Fragen im Kopf auf. Wie organisiere ich die notwendige Pflege? Welche finanziellen Unterstützungsmöglichkeiten stehen zur Verfügung? Wie finde ich qualifizierte Pflegekräfte? Wie kann ich den Alltag des Pflegebedürftigen anpassen? Wie bewältige ich die emotionalen Belastungen dieser Situation? Welche rechtlichen Aspekte müssen beachtet werden? Wie finde ich Unterstützung für mich als pflegende Angehörige? Und und und.

Der plötzliche Eintritt in die Pflegebedürftigkeit kann das Leben der betroffenen Person, als auch das der Angehörigen auf den Kopf stellen und eine Vielzahl von Herausforderungen mit sich bringen. In diesem Artikel werden verschiedene Schritte und Lösungsansätze vorstellen, um mit dieser neuen Situation umzugehen. Von der Einholung von Informationen über Unterstützungsmöglichkeiten bis hin zur Organisation des Alltags und der eigenen Selbstfürsorge – jeder dieser Schritte spielt eine wichtige Rolle, um die bestmögliche Versorgung und Lebensqualität für den Pflegebedürftigen und die pflegende Person sicherzustellen.

Seniorin im Sessel mit Laufstock

Informationen einholen

Einer der ersten wichtigen Schritte besteht darin, Informationen zu den verschiedenen vorhandenen Unterstützungsmöglichkeiten einzuholen.

Es gibt verschiedene Organisationen, die speziell darauf ausgerichtet sind, Menschen in Pflegesituationen Informationen und Ratschläge zur Verfügung zu stellen. Sie können Ihnen einen umfassenden Überblick über die verfügbaren Optionen geben und Ihnen bei der Suche nach den besten Lösungen für sich und Ihre Familie behilflich sein. Diese Unterstützung finden Sie zum Beispiel bei sozialen Diensten oder in Selbsthilfegruppen für pflegende Angehörige. Es gibt aber auch die Möglichkeit eine professionelle Pflegeberatung in Anspruch zu nehmen.

Eine professionelle Pflegeberatung bietet eine individuelle Beratung, die auf die spezifischen Bedürfnisse und Situationen zugeschnitten ist. Zudem können Pflegeberaterinnen und -berater auch bei rechtlichen und finanziellen Aspekten unterstützen und über die Ansprüche und Rechte informieren.

Netzwerke und Unterstützungsangebote suchen

Es kann grundsätzlich sinnvoll sein Netzwerke und Unterstützungsangebote aufzusuchen, die speziell für pflegende Angehörige geschaffen wurden. Die plötzliche Notwendigkeit, einen Angehörigen zu pflegen, stellt eine große Herausforderung dar. So erfordert die Pflege eines geliebten Menschen nicht nur körperliche, sondern auch emotionale und psychische Anstrengungen. Der Austausch mit anderen in ähnlichen Situationen kann Trost spenden, ein Gefühl der Gemeinschaft vermitteln und dazu beitragen, dass man sich verstanden fühlt. Ganz gleich, ob Sie sich für persönliche Treffen in lokalen Selbsthilfegruppen oder für die Nutzung von Online-Netzwerken, wie bestimmten Foren entscheidest, die Möglichkeit, mit Menschen in ähnlichen Situationen zu kommunizieren und Erfahrungen auszutauschen, ist von unschätzbarem Wert.

Unterstützung organisieren

Wenn Sie sich über die verschiedenen Optionen und Dienstleistungen informiert haben, kann entschieden werden, welche Aufgaben in der Pflege von Ihnen oder anderen Familienmitgliedern übernommen werden können und welche Unterstützung von professionellen Pflegekräften benötigt wird. Bei der Organisation der täglichen Unterstützung ist es wichtig, einen guten Überblick über die anfallenden Aufgaben zu behalten. Dabei können ein Terminplaner oder eine Pflegekoordination helfen. Die regelmäßige Kommunikation mit den beteiligten Personen, sei es Familienmitglieder, Pflegekräfte oder andere Unterstützer, ist ebenfalls von großer Bedeutung, um einen reibungslosen Ablauf sicherzustellen.

Selbst wenn Sie als pflegender Angehöriger viel Verantwortung und Fürsorge für den Pflegebedürftigen empfinden, ist es wichtig zu erkennen, dass Sie nicht alles alleine bewältigen müssen. Es ist absolut in Ordnung und sogar empfehlenswert, Aufgaben abzugeben und (professionelle) Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Denke daran, dass es keine Schwäche ist, Hilfe anzunehmen. Im Gegenteil: Es zeigt Stärke und Verantwortungsbewusstsein, wenn Sie erkennen, dass Sie nicht alles alleine bewältigen müssen. Indem Sie Unterstützung annehmen, sorgen Sie dafür, dass Sie selbst gesund bleiben und die bestmögliche Versorgung für den Pflegebedürftigen gewährleistet ist.

Auf sich selbst achten

Als pflegende Person ist es eine Herausforderung, die eigene Gesundheit nicht zu vernachlässigen. Doch um gut für den Pflegebedürftigen sorgen zu können, ist es unerlässlich, auch auf sich selbst zu achten. Planen Sie bewusst regelmäßige Auszeiten ein und stärke Ihre Belastbarkeit. Setzen Sie auf Selbstfürsorge und finde Wege, um Stress abzubauen. Indem Sie regelmäßig Entspannungsübungen praktizieren, sich Zeit für Ihre Hobbys nehmen oder sich mit Freundinnen, Freunden und Familie austauschen, fördern Sie Ihre psychische und körperliche Gesundheit. Es ist wichtig, sich nicht selbst zu vernachlässigen, um langfristig in der Pflege eine gute Balance zu finden.

Rechtliche Angelegenheiten regeln

Es ist ratsam, sich frühzeitig mit rechtlichen Angelegenheiten auseinanderzusetzen. Dazu gehören unter anderem die Erstellung einer Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung und gegebenenfalls einer Betreuungsverfügung. Ein Notar oder Rechtsanwalt kann bei der Erstellung dieser Dokumente helfen und sicherstellen, dass die Wünsche des Pflegebedürftigen respektiert werden. Wenn Sie mehr über die Patientenverfügung wissen möchten, empfehlen wir Ihnen unseren Magazinbeitrag dazu.

Seniorin am Laptop von hinten

Auch zum Thema Pflegegrad erfahren Sie alles Wissenswerte in unserem passendem Magazinbeitrag: Pflegegrad beantragen - easierLife.

Wohnraum anpassen

Die Anpassung des Wohnraums an die Bedürfnisse des Pflegebedürftigen ist essenziell. Zunächst sollte der vorhandene Wohnraum sorgfältig geprüft werden, um feststellen zu können, ob bauliche Veränderungen für eine barrierefreie Umgebung erforderlich sind. Das Entfernen von Hindernissen wie Teppichen oder Stolperfallen, das Anbringen von Handläufen an Treppen und in Fluren sowie das Einrichten eines barrierefreien Badezimmers mit rutschfesten Oberflächen und Haltegriffen können den Alltag des Pflegebedürftigen erheblich erleichtern und seine Sicherheit erhöhen. Mehr zu dem Thema “barrierefreies und altersgerechtes Wohnen, finden Sie hier: Altersgerechtes Wohnen - easierLife.

Es ist vollkommen normal, dass Sie zu Beginn viele Fragen haben und sich Unsicherheit breit macht. Doch lassen Sie sich davon nicht entmutigen. Die Tatsache, dass Sie sich mit diesem Thema auseinandersetzen und nach Lösungen suchen, zeigt bereits Ihre Bereitschaft und Stärke, die Herausforderungen anzugehen.

Es ist wichtig zu betonen, dass es keine "richtige" oder "perfekte" Art gibt, mit einem plötzlichen Pflegefall umzugehen, da jeder Pflegefall und jede Situation einzigartig ist. Suchen Sie individuelle Lösungen und sind offen für Unterstützung von professionellen Pflegekräften, Freunden und Familienmitgliedern. Es gibt zahlreiche Unterstützungsnetzwerke, die bereit sind, Ihnen beizustehen. Seien Sie geduldig mit sich selbst, achten Sie auf Ihre Gesundheit und gehen Sie Schritt für Schritt voran. Dann werden Sie diese Herausforderung mit Sicherheit meistern.

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